Was wir hilfreich finden
Ressourcen und Perspektiven aus unserem Netzwerk
Zurück zum ToolkitMitglieder unseres Netzwerks teilen Ressourcen, Methoden und Ansätze, die sie in der Praxis hilfreich finden. Neben Empfehlungen von Lehrkräften und Fachleuten haben wir auch Schülerinnen und Schüler gefragt, was ihnen bei der Auseinandersetzung mit demokratischen Werten im Unterricht hilft.
Ressourcen, die wir wirklich empfehlen
Persönliche Empfehlungen von Lehrkräften und Fachleuten aus dem VAL-YOU-Netzwerk. Öffnen Sie eine Karte, um die vollständige Empfehlung zu lesen.

Patricia Hladschik
polis – das österreichische Zentrum für Politische Bildung in der Schule
Compass und Compasito bieten interaktive Übungen von außergewöhnlich hoher Qualität für den Einstieg in die Menschenrechtsbildung.
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Ich empfehle diese Handbücher ausdrücklich, weil sie interaktive Übungen von außergewöhnlich hoher Qualität enthalten, die umfassend erprobt wurden und sich in der Praxis bewährt haben.
Compass und Compasito gehören zu den wichtigsten Bildungsressourcen des Europarats und sind in nahezu allen Sprachen des Europarats verfügbar.
Für den Einstieg in die Menschenrechtsbildung gibt es kein besseres Werkzeug: Sie bieten ansprechende, lernendenzentrierte Aktivitäten, die Menschenrechte für verschiedene Altersgruppen greifbar, relevant und zugänglich machen. Meine Lieblingsaktivitäten für jüngere Kinder sind: „Aufbruch in ein neues Land“, „Die Rechte des Kaninchens“ und „Einen kleinen Schritt nach vorne machen“.

Sabine Roehrig-Mahhou
Wisamar Bildungsgesellschaft gGmbH, Koordinatorin des VAL-YOU-Projekts
Stories that Move macht Identität, Vielfalt, Diskriminierung und Zugehörigkeit durch persönliche Geschichten verständlich und nachvollziehbar.
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Ich empfehle Stories that Move, eine kostenlose Bildungsplattform, die vom Anne Frank Haus und seinen Partnern entwickelt wurde. Ihre Online-Toolbox bietet fünf Lernpfade mit Videointerviews, Arbeitsblättern und Leitfäden für Lehrkräfte zu Identität, Vielfalt, Diskriminierung, Medien und aktivem Handeln.
Besonders schätze ich den Einsatz von Storytelling. Bei Wisamar arbeiten wir intensiv mit dieser Methode, weil persönliche Geschichten komplexe gesellschaftliche Themen verständlich und nachvollziehbar machen. Die Erfahrungen junger Menschen eröffnen unterschiedliche Perspektiven und regen Lernende dazu an, ihre eigenen Annahmen zu hinterfragen und über Vorurteile, Zugehörigkeit und Ungleichheit zu diskutieren.
Die Materialien verbinden Online- und Offline-Aktivitäten und können im Politik-, Geschichts-, Ethik-, Sozialwissenschafts- und Sprachunterricht eingesetzt werden. Sie sind in neun Sprachen verfügbar.

Ingrid Ausserer
polis – das österreichische Zentrum für Politische Bildung in der Schule
EU Democracy in Action stellt die Europäische Bürgerinitiative anhand eines praktischen, strukturierten Lernpfads vor.
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Die Europäische Bürgerinitiative ist ein wichtiges Instrument demokratischer Beteiligung. Sie ermöglicht es Bürgerinnen und Bürgern, ihre Anliegen auf europäischer Ebene einzubringen. Viele junge Menschen kennen diese Möglichkeit gesellschaftlicher Beteiligung jedoch noch nicht.
Eine hervorragende Möglichkeit, junge Menschen damit vertraut zu machen, ist das Toolkit „EU Democracy in Action“, das für die Sekundarstufe II entwickelt wurde. Vier aufeinander aufbauende Module und begleitende Materialien für Lehrkräfte ermöglichen es Schülerinnen und Schülern, die EBI praxisnah und auf ansprechende Weise zu erkunden.
Am Ende des Kurses verstehen die Lernenden Zweck und Funktionsweise der EBI, ihre Bedeutung für die Demokratie in der Europäischen Union und ihren möglichen Einfluss auf Entscheidungen, die ihr Leben betreffen. Schülerinnen und Schüler, die das Toolkit abschließen, können auch ein Zertifikat erhalten.

Angelo Cioeta
APS Polygonal, Italien – soziale Innovation, digitale Kompetenzen und Jugendbeteiligung
Zwei praxisorientierte Toolkits helfen Schülerinnen und Schülern, Beteiligung zu erleben und über verantwortungsbewusstes Handeln als Bürgerinnen und Bürger im digitalen Raum nachzudenken.
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Ich empfehle Partecipiamo!, ein praxisorientiertes Toolkit, das sich auf Schülerbeteiligung und demokratisches Engagement in der Schule konzentriert. Es wurde in einem experimentellen Prozess unter Beteiligung von Schulen in Mailand entwickelt und bietet Lehrkräften einen strukturierten Weg, um Schülerinnen und Schülern Partizipation verständlich zu machen, unterschiedliche Beteiligungsmöglichkeiten zu erkunden und partizipative Aktivitäten im Unterricht auszuprobieren.
Das Toolkit behandelt Demokratie nicht nur theoretisch, sondern ermutigt Schülerinnen und Schüler, Beteiligung durch Aktivitäten und Diskussionen unmittelbar zu erleben. Die Materialien sind auf Italienisch verfügbar und lassen sich an unterschiedliche Unterrichtskontexte und Altersgruppen anpassen.
Ich empfehle außerdem das Generazioni Connesse Educational Kit. Es bietet praktische Unterrichtsmaterialien zur digitalen Bürgerschaft, etwa zu digitaler Identität, Privatsphäre, Online-Beziehungen, Cybermobbing und dem verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Technologien.
Die praxisnahen Materialien lassen sich direkt in den Unterricht integrieren und bieten eine hilfreiche Grundlage, um kritisches Denken und verantwortungsvolle Beteiligung im digitalen Raum zu thematisieren.

Lorenz Prager
polis und Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Bildung für digitale Mündigkeit verbindet kompaktes Hintergrundwissen mit praktischen, fächerübergreifenden Unterrichtsaktivitäten.
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Ich empfehle diese Ressource ausdrücklich, weil sie kompakte Hintergrundinformationen zur Bildung für digitale Mündigkeit mit praktischen Unterrichtsaktivitäten verbindet. Sie hilft Schülerinnen und Schülern, darüber nachzudenken, wie Werte in Technologien verankert sind und wie europäische Werte im digitalen Raum gestärkt werden können.
Das Material verdeutlicht, dass digitale Freiheit informierte und selbstbestimmte Entscheidungen voraussetzt. Digitale Gerechtigkeit bedeutet zugleich, ungleichen Zugang, algorithmische Verzerrungen, Überwachung und die kommerzielle Nutzung persönlicher Daten zu thematisieren. Besonders schätze ich den praktischen, fächerübergreifenden Ansatz und den Schwerpunkt auf kritischer Reflexion.

Nikolai Weber-Attems
polis – das österreichische Zentrum für Politische Bildung in der Schule
Endlich Wachstum bietet praxiserprobte, kreative Methoden für eine kritische und stärkende Bildung zur sozial-ökologischen Transformation.
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Diese Sammlung von Bildungsmaterialien zur sozial-ökologischen Transformation begleitet mich seit dem Beginn meiner Arbeit mit Gruppen bis heute. Sie deckt ein breites Themenspektrum einer kritischen, selbstreflexiven, transformativen und stärkenden politischen Bildung ab.
Am besten gefällt mir, dass die Materialien von Menschen aus der Bildungspraxis entwickelt, praktisch erprobt und kontinuierlich aktualisiert werden. Wenn ich eine dieser Methoden in einem Workshop einsetze, bekomme ich oft gute Rückmeldungen: Sie machen Spaß, sind kreativ und originell und ermöglichen den Teilnehmenden zugleich tiefe Einblicke in ein Thema.
Mit der Filterfunktion können Sie nach einer Methode suchen, die zu Ihren Bedürfnissen passt. Die Werkzeuge sind auf Deutsch, Englisch und Spanisch verfügbar.
Perspektiven von Schülerinnen und Schülern
Was finden Schülerinnen und Schüler selbst hilfreich, wenn sie sich mit Werten und Demokratie beschäftigen?

Miriam Mahhou
Schülerin am Ehrenberg-Gymnasium Delitzsch und Mitarbeiterin bei Wisamar
Ich mag Rollenspiele im Unterricht sehr, weil sie uns helfen, ein Thema aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Statt nur über Werte wie Freiheit, Gleichheit oder Gerechtigkeit zu sprechen, können wir Situationen erleben, in denen diese Werte tatsächlich eine Rolle spielen.
Besonders gefallen mir Rollenspiele zu Themen aus unserem Alltag, etwa soziale Medien, persönliche Daten, Algorithmen oder Meinungsfreiheit im Internet. Indem wir unterschiedliche Rollen übernehmen, müssen wir verschiedene Interessen und Meinungen verstehen. Dabei merken wir auch, dass es nicht immer eine einfache oder richtige Lösung gibt.

Kallia Orfanaki
Schülerin an der 1. weiterführenden Schule in Agios Nikolaos, Kreta, Griechenland
Werte und Demokratie können manchmal sehr theoretisch klingen, besonders wenn wir nur aus einem Buch darüber lernen. Mit einem Spiel wird alles interessanter und leichter verständlich, weil wir unterschiedliche Situationen erleben und eigene Entscheidungen treffen.
Am VAL-YOU-Spiel gefällt mir, dass wir nicht nur lernen, was Werte wie Freiheit, Gleichheit, Respekt und Verantwortung bedeuten. Wir müssen nachdenken, entscheiden und sehen, welche Folgen unsere Entscheidungen haben. Wir hören auch, was andere Schülerinnen und Schüler denken, und erkennen, dass es zu derselben Situation unterschiedliche Meinungen geben kann.
Für mich fühlt sich das Lernen über Demokratie dadurch weniger wie Unterricht an und mehr wie etwas, an dem wir selbst beteiligt sind.








